Montag, 24. August 2009


Wieder daheim. Ein bisschen Statistik zum Schluss:  11397 Bilder (allerdings viele davon doppelt, da JPG und RAW), 8640 Kilometer auf eigener Achse, Durchschnittsverbrauch knapp über 6 Liter Eurosuper, eine Hotelübernachtung, drei Übernachtungen bei Freunden, sieben Übernachtungen in der Ente, der Rest in Campinghütten. Ölverbrauch knapp zwei Liter. Ein halbes Dutzend Fähren und ungezählte Tunnel. Etwa eineinhalb Tage echtes Regenwetter, den Rest der Zeit perfektes Wetter zum Fotografieren.  Wenn die Fotos nicht gefallen, liegt's ausschließlich an den Fotografen. Die äußeren Bedingungen und die Technik waren perfekt.

Was wir nicht mehr mitnehmen würden: Ein Zelt. Was wir schmerzlich vermisst haben: einen zweiten Akku für die PEN.

Freitag, 21. August 2009

Hinter Hannover

Fast sind wir wieder im Nest. (Schwalben sind Kulturfolger - die hier haben das wörtlich genommen und sich am Kunstmuseum von Tøndern häuslich eingerichtet. Endlich mal wieder ein Punkt für die E-3 und das 50-200.) Ja. wir wollten nicht mehr bloggen. Nachdem wir es aber auf den angepeilten Campingplatz nicht mehr geschafft haben und uns am Eingang des Hotels Schröder das nette Schild "Hier WLAN kostenlos!" überfiel, denn doch noch mal ein kurzer Zwischenstand. Nachdem wir gestern nachmittag knapp 500km 'runtergerissen haben, (mit 600 Kubik bekommen Entfernungen doch andere Dimensionen...) waren eine Dusche ohne Münzeinwurf, Bettlaken, saubere, trockene Handtücher und ein Fernseher fast so etwas wie ein Kulturschock - allerdings ein dringend benötigter....

Und nochmal von hier ein Dankeschön an all die eifrigen und treuen Mitleser - ihr wart uns in den letzten Wochen ein Zuhause....

Zurück in Deutschland

Tøndern kurz vor der deutschen Grenze dient uns dazu, die letzten dänischen Kronen unter der örtlichen Geschäftswelt aufzuteilen. Tøndern ist eigentlich ziemlich im Norgendwo, beherbergt aber das vermutlich bedeutendste Folkfestival auf europäischem Boden. Sie bauen gerade auf, nächstes Wochenende ist es so weit: u.a. kommt auch Arlo Guthrie. Wir sind da nicht mehr da - wer Zeit hat, in der Nähe ist und auf Folk steht: hingehen. Die Stimmung ist einfach einmalig. Ach ja, das Dörfchen ist auch schön - und die Leute sehr nett. 

Wir haben den Parkplatz des Festivals gleich genutzt, um den hängenden Gaszug wieder gängig zu machen, kommt etwas dumm, wenn man an einer der in Deutschland zahlreichen Ampeln mit hochdrehendem Motor wartet...


Und dann waren wir auf einmal wieder auf deutschem Boden. Alles spricht deutsch, die Schilder sind auf Deutsch und die Kirchen werden immer mehr - die Coop-Wette ist eindeutig ausgegangen.  Der Baum mit deutlichem Ost-Drall steht auf der Strecke von Niebüll zum Noldemuseum - das wir uns verkniffen haben, weil der Parkplatz schon ziemlich voll war - wir halten es frei nach Tucholsky: das bisschen Kunst, das wir brauchen, machen wir uns selbst... (Wenn auch nicht unbedingt heute....)

Wir verabschieden uns hiermit aus Husum von unseren geneigen Lesern. Der nächste Eintrag mit Zielfoto von der Heimatbasis wird dann ohne Kommentar sein. Es hat Spaß gemacht, mit euch unterwegs zu sein! Ich hoffe, es hat auch euch Freude gemacht.

Ein letzter Kommentar noch zum Equipment, das wir mitgeschleift haben: Die PEN hat sich bewährt, viele Fotos wären ohne nicht zustande gekommen. Die E-3 ist zum Schluss nur noch für Panos, HDRs und lange Teleaufnahmen ernsthaft eingesetzt worden.

Und für die Panos hat sich auf jeden Fall das Novoflex VR-System bewährt.  Der Mehrpreis gegenüber dem Nodal Ninja lohnt sich schon beim ersten HDR-Pano. Die Sache ist um Klassen exakter und leichter zu führen.

Donnerstag, 20. August 2009

Quer durch Dänemark

Um ein paar Kilometer zu sparen, haben wir uns die neue Brücke ab Malmö verkniffen und sind mit der Tycho Brahe die alte Helsingor/Helsingborg-Route geschippert. Kostet nur ein paar Kronen mehr und ist deutlich stressfreier. 


Um die Odense-Brücke sind wir aber nicht 'rumgekommen. Das ist mit der Ente und dem heutigen Seitenwind ein Abenteuer für sich - eine Wiederholung ist nicht gewünscht.  

Den Abend verbringen wir nun am dänischen Strand, Westküste, kilometerlanger Sand, Wellen, und jede Menge Touristen. Und alle halbe Stunde geile Gewitter.... Zelten in der Ente hat gewisse Vorteile gegenüber zelten im Zelt....

Ich habe die Sonne vergessen, aber die sieht man ja auf den Bildern...

Kopenhagen


Kopenhagen verdanken wir wieder einem eleganten Abzweigungsfehler... Natürlich PEN. Vor allem das untere Foto rentiert sich in der Vergrösserung.... Hier kann die PEN mal zeigen, was in den 12 Megapixeln steckt - natürlich nicht im Internet, aber in der Vollauflösung ist das schon nett...

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Mittwoch, 19. August 2009

letzter Tag in Schweden

Die Reise neigt sich ihrem Ende zu. Die Inspiration geht zur Neige. Zugegeben, ein Gräberfeld mit ein paar 'rumstehenden Steinen am Nachmittag abzulichten ist nicht ganz einfach, aber dass ich so gaar nix zuwege bekommen habe, hat mich denn doch frustriert. Ein bisschen vordergründiges Spektakulum mit Lensbaby, mehr nicht. Eine mittelalterliche Kirchenruine war auch nicht erfolgreicher, der Navigator hat mich in passender Pose beim davonschlurfern erwischt. Die grosse Fototasche macht's halt nicht aus, die Bildidee muss da sein - und wenn sie das ist, dann ist auch die PEN völlig ausreichend...

Nachdem die pittoresken, norwegischen Brücken nicht mehr zur Verfügung stehen, hier wieder eine schwedische Schlossparkbrücke. Natürlich mit der PEN - reicht doch. 

Und schließlich sind wir in Torekov angekommen - wieder ein Campingplatz mit WLAN und Strom - und Geschirrspülmaschine. Und direktem Sonnuntergangszugang. 


PEN - was sonst. Morgen wird der heißeste Tag des Jahres, wir werden versuchen, uns an die dänische Nordseeküste durchzuschlagen, mal ins Wasser springen. Einen Tag lang sich wieder von Motiven finden lassen - und nicht zu suchen.

Das Campingdasein ist auf jeden Fall zu diesem Datum absolut entspannend. Seit Schweden und Norweger wieder in der Schule sind, sind die Campingplätze wie leergefegt. Und die wenigen Gäste, die da sind, werden zunehmend abgedrehter. 

Sonnenuntergang

Nachdem wir die Sonnenuntergänge so lange vermisst haben, sei uns gegönnt, dass wir dem Spektakel noch ein oder zwei Bilder widmen. Das erste ist in der Nähe von Slott Tjolöholm. Dort wollten wir eigentlich nette Abendlichtfotos machen, aber das Schloss liegt so ungünstig, dass die Wälder aussenrum das Schloss abends in den Schatten legen. Also sind wir wieder zurück und haben unterwegs noch ein paar Schwärme Wildgänse genervt.

Die Hinkelsteine stehen bei Fjårås auf einem - Kreisverkehr und sind etwa einen Meter hoch. Die PEN macht daraus was. 

Auch an diesem Blogtag: 6:2 für die PEN. Das Verhältnis Coop zu Kirchen hat sich in Schweden wieder deutlich zu Gunsten der Läden verbessert. (Auch wenn sie die Coop-Pfanflaschen aus Norwegen nicht zurücknehmen) Und unser Campingplatz bei Fjårås wird nächstes Jahr auch WLAN haben - genauso wie der Festungscampingplatz in Halden.